Die Akromegalie kann auf 3 verschiedene Arten behandelt werden:
Die Therapie der ersten Wahl ist es, den Tumor der Hirnanhangsdrüse operativ zu entfernen. In den meisten Fällen erfolgt die Operation als so genannte transphenoidale Operation. Dabei gelangt der Operateur durch die Nase in die Keilbeinhöhle, die unter der mittleren Schädelbasis liegt, und von ihr zur Hypophyse. Bei diesem mikrochirurgischen Eingriff benutzt er ein Operationsmikroskop, das ihm durch eine Spiegelkombination mit einem speziellen Spülsaugsystem jederzeit ein genaues Bild des Operationsfeldes liefert. Auf diese Weise lassen sich kleine Tumoren meist vollständig entfernen. Patienten mit Adenomen, die operativ nicht oder nur unvollständig entfernt werden können, werden mit Medikamenten oder einer Strahlentherapie behandelt.

Die Strahlentherapie kommt zum Einsatz, wenn der Tumor nicht oder nur unvollständig operativ entfernt werden kann oder wenn der Patient aus unterschiedlichen Gründen nicht operiert werden kann. Hierbei werden die Zellen des Tumors gezielt und präzise bestrahlt. So können sie sich nicht mehr vermehren und sterben langsam ab. Innerhalb einiger Jahre geht so die Produktion des Wachstumshormons zurück. In der Zwischenzeit wird der erhöhte Spiegel des Wachstumshormons mit Medikamenten gesenkt.

Die medikamentöse Therapie überbrückt und unterstützt die Behandlung des Tumors bis zu seiner vollständigen Entfernung. Sie senkt vorübergehend die Produktion des Wachstumshormons, zum Beispiel vor einer Operation, während einer Strahlentherapie oder nach einer Operation, wenn das hormonproduzierende Gewebe nicht vollständig entfernt werden konnte.
Es werden 3 Wirkstoffgruppen unterschieden:
- Dopamin-Agonisten werden seit ca. 50 Jahren eingesetzt. Sie erzielen meist keine befriedigende Verminderung und werden heute nur noch selten angewandt.
- Wachstumshormon-Rezeptor-Agonisten blockieren die Rezeptoren bestimmter Zellen, insbesondere in der Leber, und verhindern somit die Bildung des Wachstumsfaktors IGF-1. Dazu ist eine tägliche intramuskuläre Injektion erforderlich.
- Somatostatin-Analoga ähneln in ihrer Molekülstruktur der des Somatostatins, wie es im Körper vorkommt. Wie das Somatostatin selbst hemmen Somatostatin-Analoga die Produktion des Wachstumshormons im Tumor der Hirnanhangsdrüse und bewirken so einen deutlichen und schnellen Rückgang der Veränderungen und Beschwerden.
Vor Therapie

Bei Therapie

Depotformen, die den Wirkstoff über einen längeren Zeitraum freisetzen, haben die Lebensqualität der Patienten erheblich verbessert, da diese damit nur noch eine Spritze pro Monat brauchen. Durch die Weiterentwicklung des Somatostatin-Analogons in Form eines Gels kann dieses mittels einer Fertigspritze sofort angewandt werden.





Neue Entwicklungen für die Behandlung der Akromegalie