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Wissenswertes zu Dystonie


Durch muskelrelaxierende und/oder schmerzlindernde Medikamente kann man fokale Dystonien lindern. Manche Patienten profitieren auch von Krankengymnastik, Massage oder anderen physikalischen Therapien. Außerdem kann eine unterstützende Psychotherapie den Umgang mit der Krankheit erleichtern. Eine andauernde Heilung ist bisher allerdings nicht möglich.

 

Wirkmechanismus

Zur Behandlung der Symptome hat sich Botulinumtoxin bewährt. Die lokalen Injektionen werden in regelmäßigen Abständen in spezialisierten Zentren (www.botulinumtoxin.de) wiederholt und sind bei 60–90 % der Patienten mit zervikaler Dystonie und etwa 90 % der Blepharospasmus-Patienten erfolgreich.

Botulinumtoxin ist ein natürliches Eiweißmolekül, das von dem Bakterium Clostridium botulinum gebildet wird. Für therapeutische Zwecke werden sehr kleine Mengen des Toxins so eingesetzt, dass sie die übermäßige Muskelaktivität gezielt dämpfen. Das direkt in die betroffenen Muskeln injizierte Botulinumtoxin unterbricht die Reizleitung von den Nerven zu den Muskelfasern, so dass die Freisetzung des Botenstoffes (Neurotransmitter) Acetylcholin gehemmt wird. Die lokale Entspannung der Muskulatur beginnt nach 3–7 Tagen und hält etwa 3–6 Monate an, bis sich die erhöhte Muskelspannung zurückgebildet hat und eine erneute Injektion erforderlich wird. Viele Patienten mit neurologischen Beschwerden werden mit Botulinumtoxin bereits seit mehr als 15 Jahren erfolgreich behandelt.