Zervikale Dystonie

Die zervikale Dystonie (zervikal = den Hals-/Nackenbereich betreffend), auch bekannt als Torticollis spasmodicus, ist gekennzeichnet durch zeitweilige oder ständige Verkrampfungen der Nackenmuskeln oder auch der Schultern, was eine abnorme Kopfstellung zur Folge hat. Diese neurologische Störung entsteht allmählich und kann von Kopfzittern, Nackenschmerzen und Schulterhochstand begleitet sein. Erfahren Sie bei Ipsen mehr über diese seltene Erkrankung sowie über Möglichkeiten zur Diagnosestellung und Behandlung.

 

Je nach Schwere der zervikalen Dystonie sind verschiedene Behandlungen möglich:

  • Injektion von Botulinum-Toxin Typ A: Dieses Neurotoxin blockiert die nervöse Leitung zwischen Nerv und Muskel, sodass die Muskelkontraktionen über etwa drei Monate verringert werden.
  •  Medikamentöse Therapie: Medikamente verschiedener Therapieklassen können auf die Symptome der zervikalen Dystonie einwirken:
    • Myorelaxantien zur Muskelentspannung und Linderung von Krämpfen
    • Anticholinergika zur Unterdrückung der Wirkung von Acetylcholin, einem Neurotransmitter des Nervensystems
    • Benzodiazepine zur Angstbewältigung und Linderung schmerzhafter Krämpfe
    • Schmerzmittel
  • Operation: Diese wird bei den schwersten Formen der Dystonie eingesetzt, wenn alle anderen Therapieansätze fehlgeschlagen sind und nach Erstellung eines neurophysiologischen Bei der zervikalen Dystonie wird eine selektive und periphere (außerhalb der Wirbelsäule) neurochirurgische Technik bevorzugt.
  • Physiotherapie: Diese ergänzt die Injektionen von Botulinumtoxin oder die Verabreichung von Medikamenten. Durch besondere Übungen kann zwischen den Muskeln, die zu stark aktiviert sind, und denen, die zu wenig aktiviert sind, ein neues Gleichgewicht gefunden werden, um die natürliche Ausrichtung und das Ausmaß der Kopfdrehung wieder herstellen zu können. Um effektiv zu sein, muss die Physiotherapie von Übungen begleitet sein, die der Patient täglich zu Hause durchführt.

Häufigste Form der fokalen Dystonie

Tritt generell im Alter zwischen 30 und 60 Jahren auf

Neurologische Bewegungsstörung, die allmählich auftritt

Letzte Aktualisierung 09/11/2016