Zervikale Dystonie

Die zervikale Dystonie (zervikal = den Hals-/Nackenbereich betreffend), auch bekannt als Torticollis spasmodicus, ist gekennzeichnet durch zeitweilige oder ständige Verkrampfungen der Nackenmuskeln oder auch der Schultern, was eine abnorme Kopfstellung zur Folge hat. Diese neurologische Störung entsteht allmählich und kann von Kopfzittern, Nackenschmerzen und Schulterhochstand begleitet sein. Erfahren Sie bei Ipsen mehr über diese seltene Erkrankung sowie über Möglichkeiten zur Diagnosestellung und Behandlung.

 

Wenn die Kopffehlstellung nur gelegentlich vorkommt, kann die zervikale Dystonie oft jahrelang unerkannt bleiben. Die Diagnose wird im Allgemeinen von einem Allgemeinmediziner oder einem Neurologen auf der Basis folgender Beobachtungen gestellt:

  • Der Hals des Patienten hat einen begrenzten Bewegungsradius
  • Abnormale Kopf- oder Nackenstellung, die von Zittern (Tremor) begleitet sein kann
  • Verdickung bestimmter oder sämtlicher betroffenen Muskeln

In einer Arztpraxis oder in der neurophysiologischen Abteilung eines Krankenhauses kann die Muskelaktivität außerdem über ein Elektromyogramm (EMG) gemessen werden. Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen EMG, bei dem feine Nadeln in den Muskel gesetzt werden, wird diese Untersuchung, bei der es darum geht, die anormalen Muskelbewegungen der Dystonie aufzuzeichnen, mit Hilfe von auf die Haut geklebten Elektroden durchgeführt.

Häufigste Form der fokalen Dystonie

Tritt generell im Alter zwischen 30 und 60 Jahren auf

Neurologische Bewegungsstörung, die allmählich auftritt

Letzte Aktualisierung 09/11/2016