Nierenzellkarzinom

Nierenzellkarzinome (NZK) machen ca. 2-3 % aller Krebsdiagnosen aus. Hier finden Sie weitere Informationen zu Krankheit, Diagnose und Behandlung.

Folgende Behandlungsoptionen stehen zur Verfügung8,9:

  • Chirurgische Therapie: Die häufigste Behandlung vieler Nierenkrebsarten ist der chirurgische Eingriff. Dabei können Patienten, bei denen der Krebs bereits andere Organe angegriffen hat, von der Entfernung des Tumors profitieren.
  • Ablation (minimalinvasive Zerstörung des Tumors) und sonstige lokale Therapien: Bei der Zerstörung von Nierentumoren existieren Therapiealternativen, die aber derzeit nicht zu den Standardbehandlungen gehören: Kryotherapie (Kryoablation, Zerstörung des Tumors durch Kälte), Radiofrequenzablation (RFA, Zerstörung des Tumors durch Hitze), arterielle Embolisation (Verschluss der tumorversorgenden Blutgefäße).
  • Aktive Überwachung: Ältere und gebrechliche Patienten mit kleinen Nierentumoren (weniger als 4 cm) werden anfänglich nicht immer behandelt. In diesen Fällen werden Wachstumsgeschwindigkeit und Größe des Tumors engmaschig überwacht. Wächst dieser zu schnell oder erreicht eine Größe von über 4 cm, wird er chirurgisch entfernt.
  • Strahlentherapie: Eine Strahlentherapie wirkt meist palliativ und wird eingesetzt, um die Symptome der Nierenkrebserkrankung zu lindern.
  • Zielgerichtete Therapie: Dabei handelt es sich um eine medikamentöse Therapie, die beim fortgeschrittenen bzw. metastasierten NZK bei Patienten mit und ohne medikamentöse Vorbehandlung eingesetzt wird. Diese Behandlungsart führt oft zu einer temporären Verkleinerung oder Wachstumsverlangsamung des Tumors, die bislang jedoch keine Heilung erzielen kann.
  • Immuntherapie (biologische Therapie): Eine biologische Therapie stimuliert das Immunsystem, damit dieses Krebszellen effektiver bekämpfen oder zerstören kann.
  • Chemotherapie: Bei einer Chemotherapie werden Medikamente als Infusion oder als Tablette verabreicht werden. Die Wirkstoffe treten in den Brutkreislauf ein und erreichen den gesamten Körper. Insbesondere in fortgeschrittenen Stadien, wenn die Erkrankung sich bereits auf andere Organe ausgebreitet (metastasiert) hat, wird diese Therapieform eingesetzt.

2-3%

aller Krebsarten

Viele Nierentumore verlaufen ohne typische Symptome

Der chirurgische Eingriff ist die erste Behandlungsoption

Quellen :

1 Chow WH, Dong LM, Devesa SS. . Epidemiology and risk factors for kidney cancer. Nat Rev Urol 2010; 7: 245–257
2 European Network of Cancer Registries. Eurocim version 4.0. European incidence database V2.3, 730 entity dictionary (2001), Lyon, 2001.
3 Lindblad P. Epidemiology of renal cell carcinoma. Scand J Surg 2004;93(2):88-96 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15285559
4 Ferlay J, Steliarova-Foucher E, Lortet-Tieulent J, et al. Cancer incidence and mortality patterns in Europe: estimates for 40 countries in 2012. Eur J Cancer 2013 Apr;49(6):1374-403. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23485231
5 Levi F, Ferlay J, Galeone C, et al. The changing pattern of kidney cancer incidence and mortality in Europe. BJU Int 2008 Apr;101(8):949-58 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18241251
6 Renal cell carcinoma: ESMO Clinical Practice Guidelines for diagnosis, treatment and follow-up
7 Guidelines on Renal Cell Carcinoma, European Association of Urology, 2014– Uroweb.org
8 American Cancer Society. https://www.cancer.org/cancer/kidney-cancer
9 European Association of Urology. Guidelines for Clear Cell Renal Cancers That Are Resistant to Vascular Endothelial Growth Factor Receptor–Targeted Therapy

Letzte Aktualisierung 27/02/2017