Nierenzellkarzinom

Nierenzellkarzinome (NZK) machen ca. 2-3 % aller Krebsdiagnosen aus. Hier finden Sie weitere Informationen zu Krankheit, Diagnose und Behandlung.

 

Symptome

Nierenkrebs kann folgende Anzeichen und Symptome verursachen:

  • Blut im Urin
  • konstanter Flankenschmerz unterhalb der Rippen
  • Geschwulst oder Schwellung in der Nierengegend (rechte bzw. linke Körperseite)

Bei Auftreten eines dieser Symptome sollte zeitnah ein Termin mit dem Hausarzt vereinbart werden.

Rund die Hälfte aller Nierenzellkarzinomen verläuft ohne spürbare Symptome, häufig wird die Erkrankung nur zufällig im Rahmen einer anderen Untersuchung entdeckt.

 

Risikofaktoren

Zu den anerkannten Risikofaktoren gehören Rauchen, Übergewicht und Bluthochdruck. Darüber hinaus besteht bei Dialysepatienten ein erhöhtes Risiko für NZK und bei Analgetikamissbrauch. Weiterhin gibt es berufsbedingte und Umweltfaktoren, die das Risikio erhöhen (wie Schuhverarbeitung, Ledergerben; Exposition von Cadmium, Benzin, Trichlorethylen, Teer, Asbest)1.

Rund 2-3 % aller Nierenkrebsarten sind erblich bedingt und können unterschiedliche genetische Veränderungen und Ausprägungsformen aufweisen2.

 

Inzidenz

Nierenzellkarzinome (NZK) machen ungefähr 2-3 % aller Krebsdiagnosen aus2, wobei ihr Vorkommen in westlichen Staaten am höchsten ist.
Die Inzidenzrate hat weltweit und in Europa über zwei Jahrzehnte lang um rund 2 % jährlich zugenommen4.
2012 zählte man in der Europäischen Union rund 84.400 Nierenkrebsneuerkrankungen bzw. 34.700 NZK-bedingte Todesfälle4.
In Europa hat die allgemeine Sterblichkeit aufgrund von Nierenkrebs bis in die frühen 1990er Jahre zugenommen, anschließend stabilisierten sich die Zahlen bzw. gingen teilweise zurück. Seit den 1980er Jahren verzeichnet man in skandinavischen Ländern und seit den frühen 1990er Jahren in Deutschland, Frankreich, Österreich, den Niederlanden und Italien rückläufige Sterblichkeitsraten. In anderen europäischen Ländern aber (Kroatien, Estland, Griechenland, Irland, Slowakei) steigt die Sterblichkeitsrate weiterhin an5.

2-3%

aller Krebsarten

Viele Nierentumore verlaufen ohne typische Symptome

Der chirurgische Eingriff ist die erste Behandlungsoption

Quellen :

1 Linehan WM, Rini BI, Yang JC. Cancer of the kidney. In: DeVita VT, Lawrence TS, Rosenberg SA, eds. DeVita, Hellman, and Rosenberg’s Cancer: Principles and Practice of Oncology. 9th ed. Philadelphia, PA: Lippincott Williams & Wilkins; 2011:1161-1182
2 Chow WH, Dong LM, Devesa SS. . Epidemiology and risk factors for kidney cancer. Nat Rev Urol 2010; 7: 245–257
3 Levi F, Ferlay J, Galeone C, et al. The changing pattern of kidney cancer incidence and mortality in Europe. BJU Int 2008;101:949–58
4 Ferlay J, Steliarova-Foucher E, Lortet-Tieulent J, et al. Cancer incidence and mortality patterns in Europe: estimates for 40 countries in 2012. Eur J Cancer 2013 Apr;49(6):1374-403. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23485231
5 Levi F, Ferlay J, Galeone C, et al. The changing pattern of kidney cancer incidence and mortality in Europe. BJU Int 2008 Apr;101(8):949-58 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18241251
6 Renal cell carcinoma: ESMO Clinical Practice Guidelines for diagnosis, treatment and follow-up
7 Guidelines on Renal Cell Carcinoma, European Association of Urology, 2014– Uroweb.org
8 American Cancer Society. https://www.cancer.org/cancer/kidney-cancer
9 European Association of Urology. Guidelines for Clear Cell Renal Cancers That Are Resistant to Vascular Endothelial Growth Factor Receptor–Targeted Therapy
 
CBZ-AT-000846 06/2019

Letzte Aktualisierung 24/06/2019