Prostatakrebs

Prostatakrebs ist die häufigste Form von Krebs bei Männern im Alter von über 50 Jahren und steht außerdem an zweiter Stelle bei den zum Tode führenden Krebserkrankungen (nach Lungenkrebs). Erfahren Sie bei Ipsen mehr über diese Erkrankung und die Möglichkeiten zur Diagnose und Behandlung.

 

Definition

Beim Prostatakrebs bilden sich anormale Zellen in der Prostata (Vorsteherdrüse), der Geschlechtsdrüse des Mannes, die bei der Produktion der Samenflüssigkeit mitwirkt. Zusammen mit den Samenzellen bildet sie das Sperma. Männliche Hormone, insbesondere Testosteron, fördern die Vermehrung der Krebszellen und somit die Entwicklung dieser Form von Krebs.

 

Symptome und Folgen für die Gesundheit

Prostatakrebs entwickelt sich relativ langsam. Die ersten Stadien verlaufen generell asymptomatisch, abgesehen von Behinderungen beim Wasserlassen, die auf die altersgemäße Vergrößerung der Prostata zurückzuführen sind. Die Erkrankung kann viele Jahre unerkannt bleiben.

Es gibt jedoch bestimmte Symptome, die mit Prostatakrebs in Verbindung gebracht werden können:

  • häufiger Harndrang
  • der Harn kann nicht zurückgehalten werden
  • abgeschwächter Harnstrahl
  • Unmöglichkeit, Harn abzulassen.

Im fortgeschrittenen Stadium können weitere Symptome wie Knochenschmerzen auftreten.

 

Risikofaktoren

Obwohl die Ursachen für Prostatakrebs derzeit nicht bekannt sind, gibt es verschiedene Risikofaktoren, die sein Auftreten begünstigen:

  • Alter: Prostatakrebs ist vor einem Alter von 40 Jahren ungewöhnlich und wird meist nach dem 70. Lebensjahr diagnostiziert.
  • Familiäre Vorbelastung: Die Form der familiären Häufung, d. h. mindestens 2 Fälle von Prostatakrebs bei Verwandten 1. Grades (Vater, Bruder) oder 2. Grades (Großvater, Onkel), betrifft 20 % der Fälle, während die erbliche Form (mindestens 3 Prostatakrebsfälle bei Verwandten 1. und 2. Grades) 5 % der Prostatakrebsfälle betrifft.
  • Ethnische und geografische Herkunft: In den afrikanischen und nordeuropäischen Ländern sowie in Nordamerika tritt Prostatakrebs wesentlich häufiger auf als in Südostasien.

 

Inzidenz

In Europa und Nordamerika wird schätzungsweise bei jedem sechsten Mann im Laufe seines Lebens Prostatakrebs diagnostiziert. Prostatakrebs führt in Europa zu über 80.000 Todesfällen pro Jahr. Auch wenn die Sterblichkeitsrate der Erkrankung eine abnehmende Tendenz aufweist (die Überlebensrate von 5 Jahren liegt bei etwa 83,4 %) ist ein signifikanter Anstieg der Inzidenz zu verzeichnen, insbesondere wegen der zunehmenden Alterung der Bevölkerung.

50 Jahren

Häufigste Krebsart bei Männern über 50 Jahren

2.

Steht an 2. Stelle bei den zum Tode führenden Krebserkrankungen

70.

Wird meist nach dem 70. Lebensjahr diagnostiziert

Letzte Aktualisierung 27/02/2017